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Samstag, 13. Juli 2013

Rangiora - back home


Unsere Zeit in Rangiora gestaltete sich im Vergleich zu unserer Tour eher ruhig. Wir haben einfach nur die Zeit genossen, das Haus sauber gehalten und die Kiddies gebabysittet und in den Tagen, die uns hier noch blieben, nur drei nennenswerte Dinge gemacht. So waren wir zum Beispiel den einen Tag in Hornby shoppen und haben den Tag dann im Botanischen Garten bei Herbstsonne ausklingen lassen. Einen anderen Tag waren wir im CaveStream im Arthurs Pass und bei Castle Hill (wieder einmal atemberaubend!) und dann waren wir noch einen Tag im YMCA Center in Christchurch, zum Klettern. Da waren wir allerdngs zu früh, sodass wir erst „nur“ in den Bouldingroom konnten, ein Kletterraum, der nicht sehr hoch geht und mit Matten ausgelegt ist (man braucht also keine Sicherung). Der richtige Kletterraum macht erst um 5 auf und die Zeit verbrachten wir mit dem Christchurch Museum und den kleinen Souvernirläden. Dann ging es für uns in den großen Kletterraum mit richtiger Ausrüstung und es hat so so so viel Spaß gemacht! Das war bestimmt nicht unser letztes Mal klettern!!
Dann ist Georg am 23. Mai wieder nach Hause geflogen. Die Zeit war so schön und ging - mal wieder - viel zu schnell! Wir hatten 3,5 fantastische Wochen und haben so viele tolle Sachen erlebt :-) Neuseeland pur!










Auckland (oder das zweite letzte Wochenende - ok, nur ein zweiter letzter Nachmittag mit Leni)


Früh am Morgen sind wir dann in Richtung Auckland aufgebrochen, haben im (Achtung) Jucy Hotel eingecheckt und haben unseren Jucy zur Jucy-Station gebracht. Dann gab es einige Probleme und Unklarheiten, weil wir angeblich gesagt hätten, wir würden ihn am Flughafen (seeehr weit weg) abgeben und dort Cabana-Mangel herrsche und wir müssten ihn wohl jetzt dahin bringen. Nach etwas Hin und Her mussten wir das dann nicht und hatten somit nicht nur Zeit, sondern auch ordentlich Geld gespart. Die einfache Fahrt mit dem Bus zum Flughafen kostete laut Leni 16 $. Wie auch immer, betraf uns ja nun nicht. Den Nachmittag nutzten wir, um einen Überblick zu bekommen und so sind wir die Queen St entlanggeschlendert, sind bis zum Skytower gelaufen und da hochgefahren und haben uns Auckland bei Nacht von oben angeguckt. Ein Traum! Nach langer Zeit und viel Rausgucken sind wir dann hungrig wieder in die Queen St gegangen und haben Curry beim Currymann gegessen! Das gabs schon in Christchurch in der Mall und es ist einfach soooo lecker, dass wir in Auckland noch 2 Mal mehr dahin gegangen sind. Nach der ersten Nacht seit 2 Wochen wieder in einem richtigen Bett sind wir am nächsten Morgen losgelaufen, um am Hafen unsere sehr günstig über www.nakedbus.co.nz unter nakedactivities schon vor 3 Wochen gebuchte JetBoat Tour anzutreten. Bei strahlendem Sonnenschein suchten wir also unser Böötchen und haben es dann auch gefunden, waren allerdings noch etwas zu früh. Also entspannten wir noch etwas in dem hellen Licht des uns fast schon unbekannten großen Feuerballs am Himmel. Und dann ging es los: Schwimmwesten an und Platz genommen im Adventure Jetboat. Im Hafen selbst noch eher ruhig, aber auch schon mit Krawums an der Zuckerfabrik vorbei, bis wir Platz hatten. Und dann wurde gerast und gespinnt. Wir haben viele viele Spins gemacht, also Loopings vertikal und haben das absolut genossen. Am Nachmittag sind wir dann noch durch die Queenstreet getingelt. Am nächsten Morgen wollten wir zum Mt Eden laufen. Gesagt getan! Ein schöner Walk, der uns nochmal eine etwas andere Seite von Auckland gezeigt hat. Auch den Walk konnten wir in schönstem Sonnenschein beschreiten und dementsprechend haben wir uns dann auch auf dem Mt Eden Zeit gelassen und die Sicht genossen. Auf dem Weg selbst sind wir durchs Univiertel gelaufen (wo wir auf dem Rückweg lecker Sushi gegessen hatten) und wir sind an vielen Schulen vorbei gekommen. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Schulen fast alle geschlechtergetrennt waren und teilweise auch katholisch waren. Das hat uns doch etwas verwundert. Dass hier Schuluniformen getragen werden, hatte ich ja schon erwähnt, oder? 






















Als wir dann von unserem Walk wieder zurück kamen, haben wir Leni bei ihrem Hostel - natürlich in der Queenstreet - abgeholt und sind in Richtung Hafen auf die Suche nach einem schönen Café gegangen. Dabei wurden wir dann gefragt, ob wir aus Deutschland sind und ob ich Franzi sei und wir haben - WAHNSINN - Tania, mit der ich zu Schulzeiten zusammen im Orchester war, getroffen. Ist das nicht verrückt? Da sind wir 18.000 km von zu Hause weg und laufen uns über den Weg! Das war ja was!

Nachdem wir dann - die Gewohnheit siegt - den ganzen Nachmittag bei Starbucks und dann noch kurz bei Subway verbracht haben, hieß es für Georg und mich, auf Wiedersehen zu Leni zu sagen und in Richtung Flughafen aufzubrechen. Abends sind wir dann in Christchurch angekommen und hatten nun noch ein einhalb Wochen in Rangiora.

Cape Reinga


Am nächsten Morgen haben wir uns sdann dazu entschieden, nicht an der Bustour zum Cape Reinga teilzunehmen, sondern selbst zu fahren. Man unterschätzt die Strecke allerdings etwas, denn bis man oben am Cape Reinga ist, ist es doch ein schönes Stückchen. Aber nun waren wir schon so nah und natürlich war es keine Frage, ob wir nun noch zum nördlichsten Punkt fahren oder nicht. Auf den Ninety Miles Beach sind wir nicht gefahren, weil wir vorher ein paar Mal gehört hatten, dass es nur ein paar wenige Ein- und Ausfahrten gaben, die sehr tief sind und wo man leicht stecken bleibt. Das Steckenbleiben ist das eine Problem und die geringe Anzahl von Zugängen das zweite. Denn wenn die Flut kommt und man gerade so gar nicht in der Nähe eines Zugangs vom Strand ist, hat man natürlich ein Problem. Und außerdem war das Wetter auch - mal wieder - eher grau und wir hatten am Vortag ja schon Beach-Cruise-Fun bei Bombenwetter gehabt! Oben am Cape Reinga angekommen, fing es auf einmal wieder an, wie aus Eimern zu schütten, so dass wir etwas Zeit in Jucy auf dem Parkplatz verbrachten und warteten, bis das Schlimmste überstanden war (ich hatte übrigens immer noch meine guten Warehouse-Jamy-Pants an). Irgendwann, als es dann ein bisschen besser war, haben wir uns rausgetraut, immer noch in Jamy-Pants, aber mit dicker Winterjacke. Die ganze Gegend da oben ist ziemlich schon gemacht. Überall sind kleine Details und Hhinweistafeln. Wir haben uns davon bei dem Wetter nicht so richtig aufhalten lassen und sind direkt den kleinen Marsch zum Leuchtturm angetreten. Ich weiß nichts Genaueres, aber die Stelle am Leuchtturm hat irgendeine besondere Bedeutung für die Maoris. Neben einem Schild, das alle Entfernungen in die verschiedenen großen Städte der Welt anzeigte, konnten wir noch über das Aufeinanderprallen der beiden Meere staunen. Es war allerdings nicht so spektakulär, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber es ist schon seltsam, wenn auf einmal die Wellen aus verschiedenen Richtungen kommen. Da konnte ich stundenlang zugucken, immer mit der schönen Windbrise im Gesicht - etwas von zu Hause :-) Ich liebe es!!! Eine echte Norddeutsche eben :-)








Als wir uns wieder zurück zum Jucy gekämpft haben, haben wir uns überlegt, dass wir einfach so weit in Richtung Auckland fahren wollten, wie wir schafften. Schlhießlich wollten wir ja da möglichst viel Zeit haben, da Auckland ja riesig schien (gemessen an der enormen Autobahn, die uns vorbei führte). 
Geschafft haben wir es bis Whangarei und untergekommen sind wir auf einem supersüßen familiengeführten Campingplatz. Dort haben wir erstmal alle unsere Reste in eine Pasta mit Tomatensauce und Pilzen und Karotten verwandelt und dabei eine Deutsche Midfünfzigerin kennen gelernt, die ein Jahr lang alleine durch Neuseeland reist und mit der wir dann gemeinsam aßen und interessante Geschichten austauschten.
Durch siei erfuhren wir dann, dass die Männer-Selbstmordrate in gewissem Alter wohl relativ hoch ist, weil Männer wohl bei Scheidungen finanziell sehr sehr viel verlieren und oft keinen Ausweg wissen. Oder dass es, wenn man mit einem Kiwi zu zweit Alkohol trinkt (auch nur ein Glas Sekt) ihm gleichzeitig ohne weitere Worte oder Gesten weitere Zweisamkeiten verspricht. Irre, was sie uns zu erzählen hatte!

So haben wir die ganze Nacht erzählender Weise verbracht und sind viel zu spät aber nach einem schönen Abend zurück in Jucy gegangen und sind etwas traurig eingeschlafen, denn das sollte die letzte Nacht in unserem Begleiter sein.

Waterfalls Whangarei, da haben wir am Morgen noch einen Spaziergang gemacht :-)



Kauri Coast


An Auckland vorbei ging es über eine enorm große so ganz neuseeland-untypische Autobahn. Die Skyline zeigte sich uns schon etwas und die Vorfreude stieg proportional zur Länge der Autobahn, die eine richtige Großstadt vermuten ließ. Aber nun wollte erstmal der nördlichste Punkt Neuseelands besucht werden, und so ging es weiter in Richtung Ahipara, wo wir auf Empfehlung unseres Wanderbekannten auf der Pinnacles Hut übernachten wollten. Geschafft haben wir es bis Warkworth, wo wir auf einem kleinen gemütlichen Campingplatz blieben und am Morgen direkt nach dem Frühstück wieder einmal von einem Platzregen daran erinnert wurden, was doch unser ständiger Reisebegleiter war. Davon unbeirrt ging es gen Norden - und das Wetter besserte sich auch. Wir wollten die Kauri Coast befahren, ein Highlight in meinem Reiseführer, wobei Kauri sehr sehr alte große Bäume sind. Die Kauri Coast Tour begann in Dargaville. Dort besuchten wir das örtliche Informationscenter und wurden geradezu überladen von Informationen und die nette Dame hat doch im gleichen Zuge den Weiterverlauf unserer Kauri Coast Tour geplant - na bitte, geht doch! Nun aber schnell, für den Herren der Reisetruppe eine kurze Stärkung beim örtlichen Subway und dann aber los, denn nun hatten wir ja ein ordentliches Programm. Zuerst ging es auf den Berg, auf dem das Museum steht, denn von dort soll man einen schönen Blick haben - hat man auch, aber soooo superschön und besonders war der Blick nun nicht, aber Punkt eins erledigt. Weiter ging es zu einem Strandabschnitt, wo man die Kauribäume wohl sehen kann. Wir waren ganz erstaunt, dass wir Reifenspuren auf dem Sand sahen, denn der Ninety Miles Beach, der wohl eine offizielle Straße ist, ist ja noch ein Stückchen weiter nördlich. Aber da haben wir uns natürlich nicht zweimal bitten lassen und haben unserem Jucy mal gezeigt, was ne Harke ist (und ich zunächst auf dem Beifahrersitz ganz ängstlich, dann fast bedrohlich: Stopp! Nein! Das kannst du nicht machen! Das dürfen wir bestimmt nicht! Was, wenn was passiert! Stopp! Stopp! Umdrehen! Drehst du wohl jetzt um???!!!! - Es gab keine Verletzten und ich bin sogar auch noch gefahren). Es ist schon ein irres Gefühl, einfach so zu cruisen, ohne jegliche Rücksicht, denn es war niemand unterwegs außer uns! So sind wir erst mal nach links gefahren, haben keine Kauribaumreste gesehen, sind dann nach rechts gefahren, bis wir fast stecken geblieben sind und sind wieder umgedreht und haben mit Meerblick geparkt und haben uns nochmal zu Fuß auf die Suche nach den so besonderen Bäumen (sehr sehr alt, zum Teil sind sie wohl 10.000 Jahre alt) gemacht. Dabei haben wir eine nette Omi getroffen, die ihren Hund, der einen Schlaganfall (stroke - ist das Herzinfarkt oder Schlaganfall?) hatte, zur Reha ausführte. Die erzählte uns, dass es wohl gerade einen starken Sturm gab, der den Sand so doll bewegt, dass manche Kauristücke, die angeschwemmt wurden und in den Dünen stecken, wohl verdeckt hat. Aber da hinten am Horizont im Wasser sähe sie etwas Schwarzes und da sollten wir mal hingehen, ob das nicht Kauri sei. Und wir sollten uns nicht wundern, denn es sieht doch sehr aus wie ein Felsen, aber es ist auf jeden Fall Kauri. Ach, sie war herzallerliebst. Und das schwarze hinten am Horizont war tatsächlich Kauri! Es sieht wirklich aus wie Felsen und fühlt sich auch so an (bei dem Test dazu wurde ich von einer Welle überascht, aber in Jucy hab ich ja genug Wechselsachen, ach wie praktisch!!), außer, dass man Stücke abbrechen kann!
Weiter ging es zu einem 45-Minuten-Walk, an dessen Anfang wir zum Schutz des Kauris unsere Ausrüstung - die Wanderflipflops - desinfizierten und putzten! Der Walk war aber eher langweilig, man lief auf einem etwas erhöhten Holzweg, damit man nicht auf den Wurzeln der Bäume läuft, sie werden wohl sehr sehr schnell krank und deshalb darf man nicht nah an sie ran.



















Zurück im Jucy ging es zu unserem letzten Stopp der Kauri Coast Tour: der Riesenkauri. Ein superalter Kauribaum, der riesiggroß ist! Ja, das war er auch wirklich! Der Stopp war auch lohnenswert! Wie klein man sich auf einmal vorkommt! 



Und so war auch dieser Tag schon wieder rum und wir kamen spät im Ahipara Holiday Park an. Die Empfehlung hatte sich richtig geloht, denn der ganze Platz und die Aufenthaltsräume waren im Surferstil gehalten (es ist auch ein großer Surfspot) und wirklich toll! Es hat uns dort sehr gut gefallen und nach unserem festlichen Abendbrot mit einem Gläschen Wein fielen wir geschafft ins Bett äh in Jucy ;-)

Coromandel


Nachdem wir uns in Thames bei Pak n Save noch mit dem Nötigsten ausgestattet hatten, ging es in Richtung Pinnacles. Dort wollten wir mitten im Nationalpark auf einem DOC Campingplatz übernachten, damit wir am nächsten Morgen so schnell wie möglich den Aufstieg antreten konnten. Dabei kamen wir an einem DOC Info Center mitten im Nationalpark vorbei und obwohl es schon spät war, wollte ich unbedingt einmal vorbei gucken, ob nicht die wichtigsten Infobroschüren draußen ausliegen. Aber Fehlanzeige! Also fuhren wir weiter - die ganze Zeit auf einer Gravel Road, der typisch neuseeländischen Schotterstraße - im Stockdustern zwischen Farnen links und Farnen rechts bis zu einem der grün-gelben DOC Hinweisschilder, die uns darauf hinwiesen, dass wir am Campingplatz angekommen sind. Georg war etwas unsicher, ob wir wirklich alleine mitten im Nirgendwo im Auto schlafen sollten. Aber als wir ankamen, war auf dem Campingplatz auch noch ein anderer Camper und ein Bus mit mehreren Wissenschaftlern, die sich des nachts auf Tour begaben - ob sie Kiwis oder Sterne oder etwas ganz anderes untersuchten, wissen wir leider nicht! Aber egal, fürs Gefühl ist es auf jeden Fall besser, nicht ganz alleine zu sein :-) und so konnten wir ja mit gutem Gefühl dort bleiben!
Da uns aber für eine Wanderung die Informationen im Reiseführer zu dünn waren, sind wir am nächsten Morgen - nachdem wir gut ausgeschlafen haben - so gegen halb 11 nochmal zurück zum DOC Info Center gefahren und haben uns nochmal über den Trek, wichtige Punkte, an denen wir sehen, ob wir noch richtig sind und den aktuellen Zustand informiert. Und dann konnte es losgehen! Immer bergauf! Bis zur Pinnacles Hut immer bergauf und leider war der etwa 40 - 50 min entfernte Aussichtspunkt in den Wolken, sodass wir uns den Weg dorthin gespart hatten und lieber auf der Hütte unser Mittag aßen, mit einem Wanderer, der dort übernachtete etwas Small Talk hielten und dann, bevor wir zu doll abgekühlt waren, haben wir uns wieder an den Abstieg gemacht. Gerade vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir bei Jucy an und während wir unseren obligatorischen Tee kochten kam doch tatsächlich ein Jogger des Weges, mit dem wir dann auch noch kurz geplauscht hatten. Er ist tatsächlich zu der Pinnacles Hut hoch- und wieder runtergejoggt. Und das alles in 2 Stunden! Ich bin darüber immer noch baff! Schließlich geht es hier um XXXX und XXX Höhenkilometer - für die wir einen ganzen Tag gebraucht haben und den Hot Water Beach schon lange als zweiten Punkt für diesen Tag abgeschrieben haben! Erschöpft und glücklich fuhren wir in Richtung Norden - soweit wir noch mochten immer mit dem Ziel Ahipara (Ninety Miles Beach) im Blick.